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Kunststoffe nehmen einen immer breiteres Anwendungsspektrum in unserem heutigen Leben ein. Sie werden in der chemischen Industrie, im Behälter-, Apparate- und Rohrleitungsbau eingesetzt. Dort kommen sie nicht nur wegen ihres guten Preis/Leistungsverhältnisses zum Einsatz, sondern auch wegen ihrer hohen chemischen Widerstandsfähigkeit und ihrer guten Verarbeitbarkeit. In diesen Bereichen werden überwiegend die Kunststoffe Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) eingesetzt.

Gegenüber anderen Werkstoffen haben die Kunststoffe viele Vorteile. Diesen Vorteilen steht für explosionsgefährdete Bereiche die Eigenschaft der Nichtleitfähigkeit gegenüber. Bedingt durch diese Eigenschaft besteht die Gefahr einer elektrostatischen Aufladung. Entladen sich derartig aufgeladene Werkstoffe durch Funkenbildung, können sie explosionsfähige Atmosphären, wie sie z. B. Lösungsmittel/Luftgemische, Staub/Luftgemische, zur Explosion bringen. In solchen Anwendungen können diese Art Kunststoffe nicht eingesetzt werden. Um die Vorteile der Kunststoffen wie z. B. Polyethylen oder Polypropylen auch für diese Bereiche nutzen zu können, setzt man ihnen spezielle Rußtypen, den sogenannten Leitfähigkeitsrußen zu.

Hierdurch wird ihre Leitfähigkeit deutlich erhöht, bzw. ihr elektrischer Widerstand deutlich abgesenkt. Durch diese Maßnahme kann der elektrische Durchgangswiderstand von z. B. PE von 1016 Ohm auf < 106 Ohm gesenkt werden. Die Kunststoffe werden elektrisch leitfähig. Werden sie geerdet, kann eine elektrostatische Aufladung sicher verhindert werden. Neben der Absenkung des Durchgangswiderstands wird durch die Schwarzeinfärbung auch ein hervorragender UV-Schutz wie z. B. im Fall von Polyethylen elektrisch leitfähig (PE-EL) erzielt.

Elektrisch leitfähige Kunststoffe der SIMONA AG, die einen Durchgangswiderstand < 106 Ohm aufweisen, können in Geräten und Schutzsystemen, die der ATEX-Richtlinie 94/9/EG unterliegen eingesetzt werden, wenn sie ausreichend geerdet sind. Zum Nachweis des gelieferten Materials und dessen Eigenschaften stellen wir ein Abnahmeprüfzeugnis 3.1 nach DIN EN 10204 und ein technisches Datenblatt zur Verfügung. 

Elektrostatische Aufladung

Nach EN 13463-1 kann davon ausgegangen werden, dass eine elektrostatische Aufladung vermieden wird, wenn der Oberflächenwiderstand <= 109 Ohm beträgt.