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Im Geschäftsjahr 2015 konnte sich der SIMONA Konzern trotz zahlreicher politischer Krisen und deren Auswirkungen auf den Weltmärkten gut behaupten. Die weiteren Anstrengungen bei der Neuausrichtung des USA-Engagements waren besonders erfolgreich. Dies gilt sowohl für das Geschäftsfeld der Inneneinrichtung von Flugzeugen wie für die mittlerweile erzielten Synergieeffekte im Industriegeschäft aus der Zusammenlegung der SIMONA AMERICA Inc. mit der 2014 erworbenen Laminations Inc.

Mit innovativen Produkten, verbesserter Logistik, weiterer Verschlankung der Prozesse und den weiteren Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit über alle Funktionsbereiche hinweg gelang es, auch in West- und Mitteleuropa leichte Zuwächse zu erzielen. Dagegen blieben die Ergebnisse in Osteuropa, vor allem in Russland, und in China hinter den Erwartungen zurück.

Dennoch verbesserten sich Konzernumsatz und Ergebnis erfreulich. Die EBIT-Marge wuchs auf 7,4 Prozent vom Umsatz und trug damit zur Erhöhung der Liquidität und der Eigenkapitalquote bei.

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2015 intensiv mit den Aktivitäten des Vorstandes mit Blick auf Chancen, Risiken, Wettbewerb und strategisches Potenzial in den einzelnen Märkten befasst. Er hat sich regelmäßig mit dem Vorstand über die Stärkung des Unternehmens durch Neuentwicklungen und Verbesserungen der innerbetrieblichen Strukturen offen und konstruktiv ausgetauscht.

Das Unternehmen konnte im Jahr 2015 seine Stellung im Markt stabil behaupten und in einigen Märkten ausbauen. Es bedarf weiterhin eines hohen Engagements aller Mitarbeitenden, diese Position zu festigen. In ihren Auswirkungen nicht überschaubare weltweite Krisen und Unruhen belasten die Aussichten für 2016. Dauerhaft stabile politische Lösungen sind derzeit in den meisten Fällen nicht erkennbar. Wenn die Optimierung des weltweiten Produktionsverbundes, weitere Produktivitätssteigerungen, die Entwicklung neuer Produkte, das Erschließen neuer Anwendungsgebiete und die Verbesserung der internen Abläufe konsequent weiterverfolgt werden, wird SIMONA die sich daraus ergebenden zusätzlichen Herausforderungen erfolgreich meistern.

Zusammenarbeit mit dem Vorstand

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2015 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überprüft und überwacht. Er unterzog auch das Risikomanagement und die Compliance einer Überprüfung und ist der Auffassung, dass diese den Anforderungen in vollem Umfang entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich über die strategische Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt und in regelmäßigen Abständen den Stand der Umsetzung der strategischen Initiativen erörtert. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend. Die Berichte behandelten vor allem die Planung, die Strategie, die Geschäftsentwicklung und -lage der SIMONA AG und ihrer Tochtergesellschaften, einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance, sowie Geschäfte von besonderer Bedeutung für das Unternehmen. Der Vorstand ging dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen ein und erläuterte die Abweichungen sowie Korrekturmaßnahmen. Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstandes entsprechen den vom Aufsichtsrat gestellten Anforderungen. Neben den Berichten ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ergänzende Informationen erteilen. Insbesondere stand der Vorstand in den Sitzungen des Aufsichtsrates zur Erörterung und zur Beantwortung der vom Aufsichtsrat gestellten Fragen zur Verfügung. Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden mit dem Vorstand erörtert und eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat tagte, wenn erforderlich, auch ohne den Vorstand.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse ausführlich informiert. So wurden die Strategie, die aktuelle Geschäftsentwicklung und -lage, die Planung, das Risikomanagement, die Risikolage und die Compliance sowie wesentliche Einzelthemen und Entscheidungen in regelmäßigen Gesprächen zwischen dem Vorsitzenden des Vorstandes und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates auch mit den weiteren Mitgliedern des Vorstandes fachbezogene Einzelgespräche geführt. Über wichtige Ereignisse, die von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung der SIMONA waren, wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrates unverzüglich durch den Vorsitzenden des Vorstandes informiert.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat tagte 2015 in vier ordentlichen Sitzungen. Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben an jeder Sitzung teilgenommen.

In der Sitzung am 26. Februar 2015 informierte sich der Aufsichtsrat über das vorläufige Ergebnis des Geschäftsjahres sowie über das Marktumfeld und die aktuelle Geschäftssituation in den Berichtssegmenten Europa, Amerika sowie Asien und Pazifik. Schwerpunktthemen waren dabei die Entwicklung in den USA, China und Russland. Darüber hinaus diskutierte der Aufsichtsrat den Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2014. Außerdem besprach der Aufsichtsrat die laufenden Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Produktivitätsverbesserung und aktuelle technische Entwicklungsthemen, insbesondere den Stand des neuen Technologiezentrums am Stammsitz Kirn. In dieser Sitzung verabschiedeten Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung der SIMONA AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex.

In der Sitzung vom 21. April 2015 standen die Feststellung und Genehmigung des Konzernabschlusses, des Jahresabschlusses der AG, des Vorschlages des Vorstandes für die Verwendung des im Geschäftsjahr 2014 erzielten Bilanzgewinnes, des Berichts des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2014 und des Ergebnisses der von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, durchgeführten Abschlussprüfung auf der Tagesordnung (siehe auch Abschnitt Jahres- und Konzernabschluss dieses Berichts). Des Weiteren informierte sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung über den Verlauf des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2015 mit den weiteren Aussichten und befasste sich mit dem Risikobericht 2014. Schwerpunktthemen waren dabei die Märkte in den USA, China und Russland. In dieser Sitzung verabschiedete der Aufsichtsrat darüber hinaus die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2015 sowie die Erklärung zur Unternehmensführung.

In seiner Sitzung am 30. Juli 2015 informierte sich der Aufsichtsrat über den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr. Des Weiteren wurde in dieser Sitzung die Marktentwicklung in den USA und Asien diskutiert. Außerdem prüfte der Aufsichtsrat den Stand der Umsetzung der Initiativen im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung unter Einbeziehung der Beteiligungsgesellschaften. Des Weiteren beschäftigte sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit dem Risikobericht zum 30. Juni 2015 und mit den gesetzlich vorgeschriebenen Zielgrößen für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat und im Vorstand. Als Zielgröße legte der Aufsichtsrat jeweils eine Frau in Aufsichtsrat und Vorstand fest. Diese Zielgrößen sollen bis zum 30. September 2017 erreicht werden.

In der Sitzung am 1. Dezember 2015 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftssituation in den ersten neun Monaten und dem Ausblick auf das Jahresende 2015. In dieser Sitzung wurde außerdem das Budget für das Geschäftsjahr 2016 ausführlich besprochen und genehmigt. Des Weiteren beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der vom Vorstand vorgestellten M&A-Strategie und informierte sich über wichtige Innovationsprojekte. Dem Revisionsplan 2016 wurde zugestimmt. Ein vom Personalausschuss überarbeitetes langfristiges Anreiz-Programm (LAP) zur variablen Vergütung des Vorstandes in Verbindung mit einem Cap für die gesamte variable Vergütung des Vorstandes wurde verabschiedet.

Die Arbeit in den Ausschüssen

Wirtschafts- und Personalausschuss unterstützen den Aufsichtsrat. Sie informieren den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über ihre Arbeit. Der Wirtschaftsausschuss (Audit Committee) befasst sich schwerpunktmäßig mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung, hier insbesondere mit der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung sowie der Compliance und Akquisitionen. Der Personalausschuss beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der Vergütung sowie dem Abschluss, der Änderung und Aufhebung der Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstandes.

Wirtschaftsausschuss
Der Wirtschaftsausschuss beriet 2015 in vier Sitzungen. Schwerpunktthemen waren dabei die strategische Neuausrichtung des Unternehmens inklusive der Akquisitionsstrategie sowie die Marktentwicklung in China und den USA. Der Wirtschaftsausschuss prüfte auch die Halbjahres-und Quartalsergebnisse und bereitete den Vorschlag des Aufsichtsrates zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015 an die Hauptversammlung vor.

Personalausschuss
Der Personalausschuss trat 2015 viermal zusammen. Er befasste sich anlässlich des Wunsches von Herrn Hiltmann, ab 31. Dezember 2016 aus dem Vorstand auszuscheiden, mit der künftigen Struktur der obersten Führungsebene, überprüfte mit externer Beratung die Angemessenheit der Vorstandvergütung und bereitete die Änderung der LAP-Vergütung des Vorstandes unter Einbeziehung eines Cap für die gesamte variable Vergütung mit entsprechender Anpassung der Verträge für die Vorstände vor.

Notwendige Beschlüsse zu diesen Themen erfolgten im Plenum des Aufsichtsrates.

Jahres- und Konzernabschluss

Die Rechnungslegung der SIMONA AG für das Geschäftsjahr 2015 wurde durch die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft, die von der Hauptversammlung am 12. Juni 2015 zum Abschlussprüfer gewählt worden war. Bevor der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Pricewaterhouse- Coopers Aktiengesellschaft als Abschlussprüfer vorschlug, hatte die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates bestätigt, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der SIMONA AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist und den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Allen Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses und des Aufsichtsrates wurden die genannten Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte sowie der Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinnes rechtzeitig vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat in der Aufsichtsratssitzung am 14. April 2016 ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrates umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der SIMONA AG, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der SIMONA AG zusammengefasst ist, den erläuternden Bericht des Vorstandes zu den Angaben nach § 289 Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und hat den Jahresabschluss der Gesellschaft, der damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt ist, und den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 14. April 2016 gebilligt und den Bericht des Aufsichtsrates verabschiedet. Der Aufsichtsrat schließt sich ferner dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes an, der vorsieht, den ausgewiesenen Bilanzgewinn von 12.043.841,15 EUR wie folgt zu verwenden:

a) Zahlung einer Dividende von 10,00 EUR je Aktie, zahlbar am 13. Juni 2016: 6.000.000,00 EUR

b) Vortrag auf neue Rechnung: 6.043.841,15 EUR.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie haben trotz schwieriger Marktbedingungen mit knappen Verfügbarkeiten an Rohstoffen und einem intensiven Wettbewerb sehr erfolgreich gearbeitet und ein gutes Ergebnis erzielt. Den Kunden und Partnern dankt der Aufsichtsrat für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

Kirn, 14. April 2016
Der Aufsichtsrat
Dr. Rolf Goessler, Vorsitzender